Cloud Business Development: Google Drive hat Potential vs. Amazon, Paypal & Co.

Ich hab mich gestern erstmalig in Google Drive umgeschaut und mir die verschiedenen Features wie das Erstellen einer Tabelle oder eines Skriptes angeschaut. Nette Features und erst recht, wenn man sich die Details genauer betrachtet!

In einem Blogbeitrag bei Terrashop hier vom April dieses Jahres wurde Google Drive auch schon mal unter die Lupe genommen, aber das Thema „Skripte“ nicht erwähnt. Vielleicht ist diese Funktion erst vor wenigen Wochen dazugekommen oder der Autor von Terrashop wußte damit nichts anzufangen. Wer weiß…

Ich meine, dass Google Drive schon ein Killer werden könnte und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Google Drive bietet kostenlosen Speicherplatz, analog wie bei Dropbox, Microsoft SkyDrive und im 1&1 Paket.
  2. Man kann in Google Apps Script online programmieren (Cloud Coding). Von der Programmiersprache her wie JavaScript:
    Beispiel: var button = app.createButton(‚Show label‘);
  3. Für die Erstellung von Oberflächen biete Google Apps Script einen Oberflächendesigner an.
  4. Das was man dann online programmiert hat, kann man als App veröffentlichen (und natürlich versionieren).
  5. Dann bietet Google mit Google Checkout einen Bezahldienst an, der sich um die ganze Abrechnung mit dem Kunden kümmert.
  6. Und diese verschiedenen Google Dienste kann man miteinander verküpfen. Also zum Beispiel eine programmierte App  in eine Google Site einbetten, dabei die erfassten Daten in Google Tabellen speichern und abrufen und über Google Checkout abrechnen.

Was wäre also möglich: Aufbau eines Online-Shops für virtuelle Güter oder Dienste oder reale Dienstleistungen mit Bezahlsystem auf gehosteten Systemen. Und das alles bei Google.

Das ganze wird im bewährten Google-Stil sicherlich hochperformant auf den Google Servern bereitgestellt… analog den Amazon Diensten fürs Cloud Computing. Und der Benutzer kann die Waren/Dienstleistungen bezahlen, wo Google sich wiederum um das Geld eintreiben kümmert.

Meine Meinung: Zähle ich 1 und 1 zusammen, dann hat Google Drive durchaus Potential gegenüber den einzelnen Cloud-Lösungen von DropBox, Amazon und Paypal. Es fehlt zwar noch die Glaubwürdigkeit, dass ein Kunde wirklich über einen Dienst von Google einen Bezahlvorgang durchführen wird, aber für mich als Entwickler (der im übrigen sein Fachwissen aus einem Informatik-Fernstudium gewonnen hat) bietet das Package einen gewissen Charme: Alles aus einer Hand für kleines Geld.

Ich ganze nenn das mal zusammenfassend Cloud Business Development 😉

PS: „Kleines Geld“ deswegen, weil die Gebühren für den Bezahldienst hier recht human sind und der kostenlose Speicherplatz mit 5GB eine Weile ausreichen sollte. Ob die entwickelten Apps wirklich auf den Speicherplatz angerechnet werden weiß ich nicht hundertprozentig. Glaubt man der Aussage von Google Drive „Nur abgelegte Dateien (PDF, DOC, JPG usw.) belegen Speicherplatz. Google Docs-Formate tun dies nicht.“ (aus den Einstellungen hier) , dann stellen online entwickelte Dateien keine abgelegte Datei dar und werden somit nicht auf den Speicherplatz angerechnet.

In diesem Sinne: Happy cloud business development!!!

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